Honorare garantieren Unabhängigkeit

Nach dem Weggang aus der Bank und einer knapp 20-jährigen Beratungstätigkeit habe ich mit Beginn meiner Selbstständigkeit bewusst die Werte Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit und Unabhängigkeit in mein Firmenlogo integriert, weil ich genau das versuche, täglich zu „leben“.

Warum stehen Sie morgens gerne auf? Was treibt Sie beruflich besonders an?

Neben diesen persönlichen Eigenschaften ist es gerade diese Unabhängigkeit und ein innovatives Vergütungsmodell, welches nicht auf Provisionen aufbaut und meiner Überzeugung entspricht.

Zudem habe ich den Vorteil, dass ich mir die notwendige Zeit für den Kunden jetzt freier einräumen und seine Bedürfnisse fernab von irgendwelchen Zielvereinbarungen und Produktzwängen anhören kann. Dadurch steht der Kunde wirklich im Mittelpunkt – das liefert wahre Mehrwerte und gibt mir ein gutes Gefühl!

Wie versuchen Sie, dem Interessenten ein gutes Beratungserlebnis zu ermöglichen?

Ich möchte vermitteln, dass ich der persönliche Geldbeauftragte des Kunden bin und seine Vermögenswerte im Gesamten im Blick halte. Der Kunde soll spüren, dass sein Berater mit den Finanzmitteln so umgeht, als wäre es sein eigenes Geld.

Im Mittelpunkt stehen deshalb auch wissenschaftliche Erkenntnisse und die Berücksichtigung von alternativen Anlageprodukten und –lösungen mit geringen Kosten. Das bringt immer einen „Aha-Effekt“ mit sich. Über die Aufklärung von intransparenten Produkten schaffen wir damit mehr Transparenz und machen aus Kosten eine echte Ersparnis!

Ein Jahr nach der Beratung nachgefragt: Was ist hängen geblieben? Ihre Lieblingsantwort?

Ich habe endlich keine Angst mehr vor Investments in Fonds und verstanden, dass nicht der Zeitpunkt und das einzelne Produkt, sondern allein die passende Vermögensstruktur für meine Rendite verantwortlich ist. Und weil wir das alles langfristig sehen und dementsprechend optimiert haben, bin ich auch nicht mehr beunruhigt, wenn es am Markt Schwankungen gibt!

Womit möchten Sie die Finanzberatungslandschaft in Deutschland verändern?

Ich sehe mich als „Aufklärer“ und möchte Ehrlichkeit in der Beratung verankern. Als Einzelner kann ich zwar wenig Druck auf die Finanzbranche bewirken, aber vielleicht gelingt es im Kollektiv und unter Gleichgesinnten, dass die Anbieter sowie die „Finanzberater & Verkäufer“ stärker den Kunden mit seinen Bedürfnissen in den Mittelpunkt allen Handelns stellen. Wenn er dies dann mit fairen Angeboten getreu dem Motto: „Kunde zuerst!“ erkennt, dann ist er auch bereit, entsprechend zu investieren und die Beratungsleistung zu honorieren.

Welche konkreten Wünsche haben Sie an die politisch Verantwortlichen?

Ich bin mir nicht sicher, ob es immer richtig ist, alles streng zu reglementieren. Wo es aber dem Verbraucher und seinen Ersparnissen zugute kommt, da bin ich dafür.

Beispiel: Bisher geht die staatliche Förderung („Riester“) oftmals durch horrende Gebühren seitens der Anbieter wieder verloren. Eine Maximalgebühr oder die stärkere Förderung von „günstigen“ Produkten würde doch aber automatisch Druck auf die Finanz- und Versicherungsbranche auslösen. Wenn hohe Kosten in vielen Finanzprodukten nicht weiter verschleiert und versteckt würden, könnte dies zudem helfen, dass wieder mehr Fairness gegenüber dem Verbraucher als Selbstverständlichkeit gelebt wird. Es entstünde möglicherweise auch wieder mehr Vertrauen in die Finanzbranche – und dagegen hätte doch bestimmt niemand etwas!